11. April 2026
3. Salonprofessionelles Basisshampoonieren & Basispflege
Die Haarwäsche ist die häufigste Tätigkeit beim Friseur. Mehr als 90% aller Kunden kriegen beim Friseur die Haare gewaschen. Und auch hier gilt: Ca. 75% aller salonprofessionellen Shampoos enthalten SLS und/oder SLES also eben diese allergisierenden Primarintermediate.
Die hautreizende und allergisierende Wirkung von SLS (Sodium Lauryl Sulfate) und auch SLES (Sodium Laureth Sulfate) ist erheblich. SLS gilt als eines der am besten untersuchte Tenside in der Dermatologie und wird sogar gezielt als Referenzstoff in Reiztests eingesetzt, weil es zuverlässig Hautreaktionen auslöst. Es wirkt sehr stark entfettend, kann die Lipide der Hautbarriere lösen und dadurch den transepidermalen Wasserverlust erhöhen. Das führt typischerweise zu Trockenheit, Spannungsgefühl, Rötung und in empfindlichen Fallen auch zu irritativen Ekzemen.
SLES ist chemisch eine modifizierte, ethoxylierte Form von SLS und weniger forciert reizend. Durch die größere Molekülstruktur dringt es nicht so affin durch die Hautbarriere. Bei hoher Konzentration (wie meist in Shampoos), häufiger Anwendung oder sensibler Haut kann bei SLS und SLES eine Störung der Barriere mit Trockenheit und Irritation auftreten.
(wie meist in Shampoos), häufiger Anwendung oder sensibler Haut kann bei SLS und SLES eine Störung der Barriere mit Trockenheit und Irritation auftreten.
Wichtig zu wissen: Im Gegensatz dazu ist die allergisierende Wirkung beider Stoffe tatsächlich deutlich geringer, als oft angenommen wird. Echte Kontaktallergien gegen SLS oder SLES gelten als selten, und sie werden nicht als typische starke Allergene eingestuft. Viele Reaktionen gegen SLS und SLES die im Alltag als „Allergie“ bezeichnet werden, sind in Wahrheit irritative Reaktionen infolge der barriereschädigenden Wirkung, nicht eine immunologisch vermittelte Sensibilisierung. Nichtsdestotrotz ist die reizende und Penetrationsfördernde Wirkung aber erheblich, weshalb bei hypoallergenen Haarwaschen eines Cosmeceutikers deutlich anders vorgegangen wird als üblich:
Auf die Reinigung fokussiert: Gern verbindet der Friseur die Haarwasche mit einem Berührungs- und Massageerlebnis für den Kunden. Dies fühlt sich überaus gut für den Kunden an - ist aber tatsächlich den meisten Fällen ein gezieltes Einmassieren von Allergenen bzw. potenziellen Allergenen. Um dies zu entschärfen, bezieht sich das Cosmeceutiker- Shampoonieren nur ein eine kurze Verweilzeit (nur so lange wir nötig Shampoonieren). Hierzu werden spezielle Shampoos eingesetzt, die einer Reinigungsmilch gleichen - also flüssiger sind. Hierdurch ist der Verteilungsgrad des Shampoos - insbesondere bei langem Haar - deutlich besser und es kommt nach wenig Emulgationszeit zu einem Reinigungseffekt. Das Verwöhn- und Berührungserlebnis wird dann mit speziellen multifunktionalen Arten von Pflegemilch durchgeführt die Hochleiszungspflegemasken in nichts nachstehen. Auch hier gilt: Besser flüssiger für eine bessere Verteilung - insbesondere in langem Haar.
Spezielle Shampoos: Es wird mit speziellen Shampoos oder Schäumen gewaschen, die einen sehr geringen Tensid-Anteil von max. 3% haben - üblich sind 20-30%. Die Reinigungswirkung basiert dabei nicht nur auf Tensiden, sondern auch auf speziell hypoallergenen Absorptionsverfahren. Sie entwickeln zwar nicht viel Schaum, aber sie reinigen - und das wirklich gut.
Tensidkomplexe statt Tenside: Eingesetzt werden dabei keine Tenside, sondern Tensid-Komplexe (wie beispielsweise Chitosan Salicylat). Diese haben nicht nur reinigende, sondern tatsachlich gleichsam hautkonditionierende Wirkung. Besonders hervorzuheben ist dabei der qnc Betain-Salicylat-Keratinat- Komplex: Mit einem einzigen Komplex lassen sich hierbei Reinigung und pflege hochperformierend darstellen. Auf die Reinigung fokussiert: Gern verbindet der Friseur die Haarwasche mit einem Berührungs- und Massageerlebnis für den Kunden. Dies fühlt sich überaus gut für den Kunden an - ist aber tatsachlich den meisten Fällen ein gezieltes Einmassieren von Allergenen bzw. potenziellen Allergenen. Um dies zu entschärfen, bezieht sich das Cosmeceutiker-Shampoonieren nur ein eine kurze Verweilzeit (nur so lange wir nötig Shampoonieren). Hierzu werden spezielle Shampoos eingesetzt, die einer Reinigungsmilch gleichen - also flüssiger sind. Hierdurch ist der Verteilungsgrad des Shampoos- insbesondere bei langem Haar - deutlich besser und es kommt nach wenig Emulgationszeit zu einem Reinigungseffekt. Das Verwöhn- und Berührungserlebnis wird dann mit speziellen multifunktionalen Arten von Pflegemilch durchgeführt, die Hochleistungspflegemasken in nichts nachstehen. Auch hier gilt: Besser flüssiger für eine bessere Verteilung - insbesondere in langem Haar.
